The Differences in Traditional Chinese Wedding Attire Across Different Periods - Jianxi Hanfu

Hochzeitskleidung chinesischer Frauen im Laufe der Zeit

Einführung

Hochzeitskleidung hat in der chinesischen Geschichte eine bedeutende kulturelle und symbolische Bedeutung. Für chinesische Frauen im Altertum war ihre Hochzeitskleidung nicht nur ein Kleidungsstück, sondern auch Ausdruck ihres sozialen Status, ihrer kulturellen Traditionen und ästhetischen Werte. Dieser Artikel untersucht die Hochzeitskleidung chinesischer Frauen verschiedener alter Dynastien und enthüllt den einzigartigen Charme und die tiefgreifenden kulturellen Konnotationen jeder Epoche.

I. Hochzeitskleidung in der Zhou-Dynastie

A. Gesamtstil


In der Zhou-Dynastie (1046 – 256 v. Chr.) war die Hochzeitskleidung der Frauen schlicht und doch elegant. Sie wurde hauptsächlich von den sozialen Normen und Moralvorstellungen der Zeit beeinflusst.


  1. Das Kleid
    • Das Hochzeitskleid war typischerweise ein langärmeliges, locker sitzendes Gewand. Es bestand meist aus einfarbiger Seide, wobei Farben wie Schwarz, Weiß und Rot üblich waren. Schwarz stand für die Feierlichkeit und Würde der Hochzeit, während Weiß Reinheit symbolisierte. Rot, obwohl nicht so dominant wie in späteren Dynastien, wurde auch als Zeichen des Glücks verwendet.
    • Das Gewand hatte oft breite Manschetten und eine gerade geschnittene Silhouette. Es wurde mit einer Schärpe oder Knöpfen befestigt und der Ausschnitt war schlicht, normalerweise rund oder quadratisch.
  2. Kopfbedeckungen
    • Frauen trugen schlichte Kopfbedeckungen. Häufig waren Stoffstirnbänder oder einfache Haarnadeln zu finden. Das Stirnband bestand oft aus Seide oder Leinen und konnte schlicht sein oder mit einfachen Mustern bestickt sein. Die Haarnadel bestand meist aus Holz oder Knochen und diente dazu, das Haar ordentlich zu fixieren.

B. Symbolik und kulturelle Bedeutung


  1. Reflexion der sozialen Hierarchie
    • Die Wahl der Materialien und Farben der Hochzeitskleidung hing vom sozialen Status der Brautfamilie ab. Hochrangige Familien verwendeten feinere Seide und aufwendigere Verzierungen, während Bürgerliche schlichtere Kleidung trugen. Dies war Ausdruck der strengen sozialen Hierarchie der Zhou-Dynastie.
  2. Moralische und ethische Werte
    • Der schlichte und schlichte Stil der Hochzeitskleidung spiegelte die konfuzianischen Werte von Anstand, Rechtschaffenheit, Integrität und Scham wider, die damals aufkamen. Von Frauen wurde Tugend und Bescheidenheit erwartet, und ihre Hochzeitskleidung entsprach diesen Idealen.

II. Hochzeitskleidung in der Han-Dynastie

A. Merkmale der Kleidung


In der Han-Dynastie (202 v. Chr. – 220 n. Chr.) gab es eine raffiniertere und reich verzierte Hochzeitskleidung für Frauen.


  1. Das Kleid
    • Das Hochzeitskleid in der Han-Dynastie war oft ein dunkelrotes Ruqun (ein traditionelles Kleid im Han-Stil mit einem kurzen Obergewand und einem langen Rock). Das Obergewand hatte kurze oder ärmellose Ärmel, und der Rock war lang und fließend und reichte normalerweise bis zu den Knöcheln.
    • Der Stoff bestand hauptsächlich aus Seide, wobei Brokat besonders beliebt war. Der Brokat wurde mit komplizierten Mustern wie Wolken-, Blumen- und Fabeltiermustern gewebt. Diese Muster waren nicht nur dekorativ, sondern trugen auch symbolische Bedeutung.
  2. Kopfbedeckungen
    • Frauen trugen kunstvolle Kopfbedeckungen. Eine der bekanntesten war der Dutt mit verschiedenen Haaraccessoires. Das Haar wurde zu einem hohen Dutt hochgesteckt und anschließend mit Haarnadeln aus Gold, Silber oder Jade, Kämmen und anderen Ornamenten geschmückt. Manche Kopfbedeckungen enthielten auch Schleier, die der Braut eine geheimnisvolle und elegante Note verliehen.

B. Kulturelle Implikationen


  1. Symbol des Wohlstands
    • Die Verwendung von reich gemustertem Brokat und Haarschmuck aus Edelmetall zeugte vom Wohlstand und Reichtum der Familie. In der Han-Dynastie scheute eine wohlhabende Familie keine Kosten, um das Hochzeitskleid ihrer Tochter prächtig zu gestalten.
  2. Kulturelle Fusion
    • Die Han-Dynastie pflegte einen intensiven Austausch mit fremden Kulturen. Einige ausländische Dekorationselemente wurden subtil in die Hochzeitskleidung integriert und zeigten einen Trend zur kulturellen Verschmelzung. Beispielsweise könnten einige Muster von der Kunst Zentralasiens inspiriert sein.

III. Hochzeitskleidung in der Tang-Dynastie

A. Modischer und luxuriöser Stil


Die Tang-Dynastie (618–907) ist für ihre Aufgeschlossenheit und ihren Wohlstand bekannt, was sich auch in der Hochzeitskleidung der Frauen widerspiegelte.


  1. Das Kleid
    • Brautkleider der Tang-Dynastie waren äußerst farbenfroh. Sie kombinierten oft mehrere Farben, wobei Rot immer noch eine dominierende Farbe war. Neben Rot wurden auch Farben wie Grün, Gelb und Lila verwendet.
    • Der Kleidungsstil war im Vergleich zu früheren Dynastien freizügiger. Die Ausschnitte konnten tief ausgeschnitten sein, und die Ärmel waren oft weit und fließend. Die Röcke waren voller und bestanden aus vielen Stofflagen, was für einen voluminösen Look sorgte. Einige Röcke wurden sogar aus transparenten oder halbtransparenten Materialien gefertigt, was ein Gefühl von Leichtigkeit und Eleganz vermittelte.
  2. Kopfbedeckungen
    • Frauen trugen vielfältige Kopfbedeckungen. Die charakteristischste war der Huadian (blumenförmiger Haarschmuck). Er konnte eine echte Blume oder eine künstliche Blume aus Seide oder Edelmetall sein. Huadian verlieh der Braut einen Hauch von Frische und Schönheit. Darüber hinaus gab es kunstvolle, kronenartige Kopfbedeckungen, die mit Perlen, Edelsteinen und Gold- und Silberornamenten verziert waren.

B. Bedeutung des Stils


  1. Soziale und kulturelle Offenheit
    • Der freizügige und farbenfrohe Stil der Hochzeitskleidung war ein Ergebnis der aufgeschlossenen gesellschaftlichen Atmosphäre der Tang-Dynastie. Frauen hatten mehr Freiheit in der Mode, und die Hochzeitskleidung spiegelte diesen gesellschaftlichen Wandel wider.
  2. Künstlerische und ästhetische Trends
    • Die satten Farben und die vielfältigen Stile der Hochzeitskleidung entsprachen den künstlerischen und ästhetischen Trends der Tang-Dynastie. Der Wohlstand von Kunst und Literatur beeinflusste die Gestaltung der Hochzeitskleidung und ließ sie eher wie Kunstwerke wirken.

IV. Hochzeitskleidung in der Song-Dynastie

A. Rückkehr zu Einfachheit und Eleganz


Nach der Extravaganz der Tang-Dynastie kehrte die Hochzeitskleidung der Frauen in der Song-Dynastie (960–1279) zur Schlichtheit zurück.


  1. Das Kleid
    • Das Hochzeitskleid der Song-Dynastie bestand üblicherweise aus einem Ruqun mit schmalen Ärmeln und langem Rock. Die Farben waren eher dezent, wobei Hellrot, Rosa und Hellviolett beliebt waren. Der Stoff bestand hauptsächlich aus weicher und leichter Seide.
    • Der Rock war oft in feine, gleichmäßige Falten gelegt. Der Gesamtstil war schlicht und elegant, wobei die Linien und die Struktur des Kleidungsstücks im Mittelpunkt standen.
  2. Kopfbedeckungen
    • Die Kopfbedeckungen wurden schlichter. Frauen trugen oft eine kleine Haarnadel oder einen einfachen Dutt-Stoff. Die Haarnadel bestand meist aus Silber oder Jade und war mit feinen Schnitzereien verziert. Der Dutt-Stoff bestand aus heller Seide und verlieh dem Ganzen einen Hauch von Eleganz, ohne zu auffällig zu sein.

B. Kultureller Hintergrund


  1. Einfluss des Neokonfuzianismus
    • Der Aufstieg des Neokonfuzianismus in der Song-Dynastie betonte moralische Integrität und Anstand. Die Schlichtheit der Hochzeitskleidung entsprach diesem philosophischen Gedanken. Von Frauen wurde Sanftmut und Bescheidenheit erwartet, und ihre Hochzeitskleidung spiegelte diese Werte wider.
  2. Ästhetischer Geschmack der Zeit
    • Die Song-Dynastie hatte einen raffinierten ästhetischen Geschmack und bevorzugte Schlichtheit und Subtilität. Das Design der Hochzeitskleidung wurde von dieser Ästhetik beeinflusst und legte den Schwerpunkt auf die innere Qualität und die feinen Details der Kleidung.

V. Hochzeitskleidung in der Ming-Dynastie

A. Ausgefeilter und würdevoller Stil


Die Ming-Dynastie (1368–1644) hatte einen sehr ausgeprägten Stil der Hochzeitskleidung für Frauen.


  1. Das Kleid
    • Das Herzstück des Hochzeitskleides war die Xiapei (eine Art zeremonielle Schärpe). Sie war meist rot und reich mit Mustern wie Pfingstrosen, Phönixen und Glückswolken bestickt. Die Stickereien wurden mit Gold- und Silberfäden ausgeführt, was sie äußerst luxuriös machte. Die Pfingstrosen, bekannt als „Könige der Blumen“, symbolisierten Reichtum und Ehre, während die Phönixe den Adel der Braut symbolisierten. Die Glückswolken vermittelten Glück und Segen.
    • Neben dem Xiapei war auch das Kleid selbst hochwertig verarbeitet. Es hatte lange Ärmel und reichte bis zu den Knien oder tiefer. Der Stoff bestand hauptsächlich aus hochwertiger Seide, häufig wurde aber auch Brokat oder Satin verwendet. Die Stoffwahl und die feine Verarbeitung unterstrichen die Würde des Gewandes zusätzlich.
  2. Kopfbedeckungen
    • Die berühmteste Kopfbedeckung war die Phönixkrone. Sie bestand aus Gold oder Silber und war mit phönixförmigen Ornamenten aus Edelmetallen und Edelsteinen verziert. Die Phönixkrone hatte eine hohe Symbolkraft und repräsentierte den edlen Status der Braut. Die Phönixe auf der Krone waren kunstvoll gearbeitet und breiteten ihre Flügel aus, als wären sie bereit zum Abflug, was der Braut ein majestätisches und königliches Aussehen verlieh.

B. Symbolische Bedeutungen


  1. Sozialer Status und Familienehre
    • Die kunstvolle Phönixkrone und das reich bestickte Xiapei symbolisierten den sozialen Status der Brautfamilie. Eine wohlhabende und adelige Familie investierte viel in die Herstellung solch luxuriöser Hochzeitskleidung, um die Ehre ihrer Familie zu demonstrieren. Die Pracht der Kleidung demonstrierte die wirtschaftliche Stärke und das soziale Ansehen der Familie in der Gemeinde.
  2. Kulturelles Erbe
    • Die Hochzeitskleidung der Ming-Dynastie behielt einige traditionelle chinesische Kulturelemente bei und entwickelte sie weiter. Die Verwendung von Phönixen und Glückswolken war tief in der chinesischen Mythologie und kulturellen Tradition verwurzelt. Diese Elemente wurden über Generationen weitergegeben und in die Hochzeitskleidung integriert, wodurch das kulturelle Erbe und die Werte der chinesischen Nation weitergetragen wurden.

VI. Hochzeitskleidung in der Qing-Dynastie

A. Kulturelle Integration der Mandschu und Han


Die Qing-Dynastie (1644–1912) wurde vom Volk der Mandschu gegründet und die Hochzeitskleidung der Frauen zeigte eine Kombination aus Mandschu- und Han-Kulturen.


  1. Das Kleid
    • Für Mandschu-Frauen war das Hochzeitskleid meist ein Qipao-ähnliches Kleidungsstück. Es war gerade geschnitten, mit hohem Kragen und schmalen Ärmeln. Der Stoff bestand oft aus Brokat mit Mustern im Mandschu-Stil, beispielsweise Drachenmustern (obwohl Drachenmuster häufiger von der königlichen Familie verwendet wurden).
    • Die Hochzeitskleidung der Han-Frauen behielt noch einige traditionelle Han-Stilelemente, wie zum Beispiel den Ruqun. Unter dem Einfluss der Mandschu-Kultur wurde der Stil jedoch verfeinert und mit einigen mandschu-artigen Verzierungen versehen, wie zum Beispiel einer Kanteneinfassung mit Pelz oder dem Anbringen mandschu-artiger Knöpfe.
  2. Kopfbedeckungen
    • Mandschu-Frauen trugen kunstvolle Kopfbedeckungen, wie zum Beispiel den Bannerkopfschmuck. Er war groß, hatte einen Rahmen aus Metall oder Holz und war mit Edelsteinen, Perlen und Quasten verziert. Die Kopfbedeckungen der Han-Frauen waren vielfältiger: Manche trugen noch traditionelle Haarnadeln und Dutts, während andere abgewandelte Kopfbedeckungen im Mandschu-Stil übernahmen.

B. Soziale und kulturelle Bedeutung


  1. Kulturelle Assimilation
    • Die Integration der Mandschu- und Han-Kultur in die Hochzeitskleidung war ein Mikrokosmos des kulturellen Assimilationsprozesses während der Qing-Dynastie. Sie spiegelte die Interaktion und Integration zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen wider.
  2. Soziale Normen und Bräuche
    • Auch der Stil der Hochzeitskleidung wurde durch gesellschaftliche Normen und Bräuche geregelt. So war beispielsweise die Verwendung bestimmter Muster und Materialien je nach Familienstand und sozialer Schicht der Braut eingeschränkt.

Abschluss


Die Hochzeitskleidung chinesischer Frauen aus verschiedenen Dynastien ist ein lebendiges Zeugnis des sozialen, kulturellen und ästhetischen Wandels Chinas. Jede Dynastie hat ihre eigenen, einzigartigen Merkmale und spiegelt die Werte, Überzeugungen und sozialen Strukturen der jeweiligen Zeit wider. Von der schlichten und feierlichen Kleidung der Zhou-Dynastie über die luxuriösen und vielfältigen Stile der Tang-Dynastie bis hin zur einheitlichen und raffinierten Kleidung der Qing-Dynastie sind diese Hochzeitsoutfits nicht nur modische Statements, sondern auch wichtiges kulturelles Erbe, das die langfristige Erinnerung und spirituelle Bedeutung der chinesischen Nation in sich trägt.
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